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Galerie in der Badstube

Nicht über den durchgehenden Wehrgang, sondern über den Eingang Lange Gasse, ist die

Städtische Galerie in der Badstube,

im Obergeschoss der historischen Badstube zu erreichen.

Seit dem 18. Jahrhundert wurde das Gebäude als Städtisches Armenhaus genutzt und verwahrloste zusehend. Von 1910 bis zu seiner Schließung 1939 diente es als Wanderarbeitsstätte für mittellose, umherziehende Handwerker und Obdachlose, und heute noch findet sich an Wänden und Türen der "künstlerische" Nachlass der dort untergebrachten Obdachlosen.

Nach der Renovierung des Gebäudes fand 1993 im ersten Obergeschoss die städtische Kunstgalerie ihre Heimat.

In wechselnden Ausstellungen wird Kunst des 20. Jahrhunderts gezeigt. Über das Ausstellungsprogramm entscheidet der Galeriekreis, dem Beauftragte aller Gemeinderatsfraktionen und interessierte Bürgerinnen und Bürger der Stadt angehören. Eine weiterer konzeptioneller Schwerpunkt gilt grenzübergreifend der zeitgenössischen Kunst der Region.

Einmal im Jahr, in der Regel im Winter, greift die Städtische Galerie ein Thema auf, das eher der Volkskunst, der Kulturgeschichte oder der Heimatgeschichte zuzuordnen ist. Neben diesen Hauptrichtungen der Galeriearbeit gilt die Aufmerksamkeit der Planer aber auch Themen mit lokalen Bezügen.